“Der Schlaf” (UA, am 30. April 2026) Review von Frank Heublein
Das Spannungsfeld zwischen deutschem Lied aus dem 19. Jahrhundert und Kompositionen aus den letzten 75 Jahren ist ein interessantes. Im moderneren Teil bin ich deutlich angefasster. Was die Qualität des älteren Teils nicht schmälert. Es zeigt mir einmal mehr, wie spannend und aufregend zeitgenössische Musik ist. Meine emotionale Kurve geht im Verlauf des Abends steil nach oben. Die Stücke Chiung-Wen Hsus und Sofia Gubaidulinas flashen mich.
Frank Heublein, 1. Mai 2026, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at
“Der Tod und das Mädchen” (UA am 25. April 2026) Review von Egbert Tholl
Die Parabel über den Krieg, das Lager und den Naziwahnsinn, voller Zitate (Bach, Weill, Mahler) und grandioser musikalischer Einfälle, ergänzt der musikalische Leiter Daniel Johannes Mayr durch Schuberts Streichquartett „Der Tod und das Mädchen“ (beide Figuren könnten aus der Oper stammen), für Orchester arrangiert, bearbeitet und weitergeführt von der Kompositionsstudentin Chiung-Wen Hsu. Diese arrangierte auch das Lied „In mir klingt ein Leid“ neu, eigentlich ein Unterhaltungsschmachtfetzen, basierend auf einer Chopin-Etüde.
„Der Kaiser von Atlantis“, 25. April bis 3. Mai, Reaktorhalle München
Efbert Tholl, 23. April 2026, Süddeutsche Zeitung